Tagebuchschreiber Otterbach Gaisdorf

Küchenschellen

 

Wilhelm Otterbach Gaisdorf
Wilhelm Otterbach Gaisdorf

 

Wetteraufzeichnungen vor 50 Jahren: Wilhelm Otterbach Gaisdorf: Februar 1964

Wie war das Wetter vor 50 Jahren? Nach Wilhelm Otterbach war es am Samstag, den 1. Februar früh 0 Grad, mittags Regen.

Der 2. Februar lässt sich früh 2 Grad wärmer an, den ganzen Tag lau.

Neblig trüb, neblig windig bestimmt den folgenden Montag und Dienstag. Am Mittwoch den 5. Februar hat es früh feste geschneit, mittags aufheiternd. Auf den 6. Februar mit früh 3 Grad Kälte, mittags leicht geschneit folgt der kälteste Tag im ganzen Monat: früh 12 Grad Kälte, mittags etwas gelinder, gegen Abend Schnee heißt es am 7. Februar.

Unfreundlich, Regen und Schnee bestimmen die nächsten Tage, ehe es endlich am 13. Februar mittags leicht sonnig wird. 2, 5 und 6 Minusgrade gehen mit leicht sonnig, jedoch windig einher.

Mal ist es leicht gefroren, nasskalt und trüb, dann wieder scheint die Mittagssonne nach morgens 1 Grad Kälte.

Am 26. Februar war es den ganzen Tag sonnig. Freilich bleibt es nicht dabei. Am 27. Februar ist es den ganzen Tag nicht kalt, doch gibt es gegen Abend Regen. Auch der 28. Februar ist ganztags regnerisch, trüb. Mittags etwas sonnig.

1964 ist ein Schaltjahr. Am 29. Februar ist es den ganzen Tag trüb, naßkalt.

Die Arbeit auf dem Hof geht weiter. Früh Schweinemarkt, mittags Rüben rein, Schlepper gewaschen und Holz zersägt u. umgemacht, heißt es an diesem letzten Tag im Februar. Zum guten Schluss: Abends Enslingen zur Generalversammlung im Gesangverein.                                                                     

Wetteraufzeichnungen vor 50 Jahren: Wilhelm Otterbach Gaisdorf: März  1964

Der1.  März vor 50 Jahren hat trüb, nicht kalt, begonnen. Bis zum 19. März verzeichnet Wilhelm Otterbach Minusgrade von 1, 4, 6 und 8 Grad. Am 8. März sinkt das Thermometer sogar auf minus 10 Grad.  Die Sonne lässt sich selten blicken und der Wind bläst kalt. Mehrmals schneit es, am 16. März fallen sogar einige Zentimeter Schnee. Das letzte Drittel vom März bringt sonnige, neblige und trübe Tage. Einmal ist es ganz lau, ein andermal sehr warm. Fast täglich regnet es. Wilhelm Otterbach berichtet von leichtem Regen, mittags Schauer und stärkeren Regenschauern in der Nacht. Am 27. März ist sogar Hochwasser! In den letzten Märztagen schneit und regnet es zugleich. Der 31. März ist zwar ganztags trüb, jedoch ohne Regen.

Derweil wird ein Farren von Kupfer gebracht, Schweine werden geschnitten und Rinder werden auf den Markt geführt. In Enslingen ist abends Stammholzverkauf und Pfarrer Becker ist gekommen. Am Sonntag, den 15. März findet mittags eine Wahlversammlung mit Finanzminister Müller statt, am 8. März war abends eine Wahlversammlung der SPD in Enslingen. Die Sitzung der Sparda fällt auf den 25. März.

Mit dem Pferd wird draußen Mist geeggt. Die „Weiber“ haben Reisig gemacht und den Hühnerstall gemistet. An einem der Sonntage geht es früh zur Kirche, anschließend auf den Friedhof, dann noch zu den Küchenschellen.